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Ausrüstung & Bekleidung

Trial Ausrüstung: Die komplette Schutzausrüstung im Überblick

Aktualisiert am Motorsport Burger, Waldkraiburg

Zur Trial Ausrüstung gehören Helm, Trialstiefel, Handschuhe und Protektoren für Rücken, Brust und Knie, dazu eine elastische Hose und ein leichtes Shirt. Hier erfährst du, welche Normen zählen und womit du anfängst.

Zur Trial Ausrüstung gehören ein Helm nach ECE 22.06, Trialstiefel, Handschuhe und Protektoren für Rücken, Brust, Knie und Ellbogen. Dazu kommen eine elastische Trialhose und ein leichtes, atmungsaktives Shirt. Als Einsteiger kaufst du zuerst Helm, Stiefel und Handschuhe und ergänzt danach die Protektoren.

Trial wird langsam gefahren, trotzdem landest du bei einem Sturz oft auf Fels, Wurzeln oder Baumstämmen. Deine Schutzausrüstung muss dich deshalb gut schützen und dir gleichzeitig genug Bewegungsfreiheit lassen, um auf dem Motorrad zu stehen, zu balancieren und den Fuß sauber auf der Raste zu führen. Hier bekommst du den kompletten Überblick: welche Teile du brauchst, welche Normen zählen und womit du am besten anfängst.

Trial Ausrüstung im Überblick: Die Checkliste

Die Tabelle zeigt dir alle Teile der Trial Schutzausrüstung auf einen Blick. Die Prüfnormen helfen dir beim Vergleich: Du findest sie auf dem Etikett oder in der Konformitätserklärung des Herstellers.

Teil Prüfnorm Darauf achten
Helm ECE 22.06 Offener Trialhelm (Jethelm), fester Sitz, Prüfetikett am Kinnriemen oder im Futter
Stiefel EN 13634 Griffige Gummisohle, flexible Zonen, Schutz für Knöchel und Schienbein
Handschuhe EN 13594, falls zertifiziert Dünne Innenhand für Gefühl an Kupplung, Bremse und Gas
Rückenprotektor EN 1621 2 Level 2 lässt weniger Kraft durch als Level 1, passende Rückenlänge
Brustprotektor EN 1621 3 Liegt flach und eng am Oberkörper an
Knie und Ellbogen EN 1621 1 Flache Protektoren, die unter Hose und Shirt passen
Trialhose Schutz über Knieprotektoren nach EN 1621 1 Elastisches Material, Verstärkungen an Knie und Innenbein, schmale Beine
Trialshirt Schutz über Protektoren nach EN 1621 darunter Leicht, atmungsaktiv, Platz für Protektoren

Bei Wettbewerben gelten zusätzlich die Vorgaben aus dem Reglement des Veranstalters. Was dort vorgeschrieben ist, erfährst du bei deinem Verein oder in der Ausschreibung der Veranstaltung.

Helm und Stiefel: Damit fängst du an

Der Helm

Trialhelme sind meist offene Helme ohne Kinnbügel, also Jethelme. Sie geben dir ein weites Sichtfeld auf Vorderrad und Untergrund und sind leicht und gut belüftet. Achte auf eine Prüfung nach ECE 22.06: Trialhelme wie der Airoh TRR II oder der Hebo Zone 5 tragen diese Zulassung mit dem Kennbuchstaben J, der für Helme ohne Kinnbügel steht. Seit Juni 2022 werden neue Helmmodelle nach dieser Norm geprüft, einen älteren Helm nach ECE 22.05 darfst du aber weiter tragen.

Der Kompromiss: Ein Jethelm schützt Kinn und Gesicht nicht. Umso wichtiger ist, dass der Helm fest sitzt und nicht verrutscht. Worauf du bei Norm, Passform und Ausstattung achten solltest, liest du im Ratgeber Trial Helm kaufen: Norm, Passform und Ausstattung.

Die Stiefel

Gleich nach dem Helm kommen die Stiefel. Im Trial stehst du fast die ganze Zeit auf den Rasten, setzt in schwierigen Passagen den Fuß ab und dosierst die Hinterradbremse sehr fein. Trialstiefel haben dafür eine griffige Gummisohle für Raste und nassen Fels, flexible Zonen am Sprunggelenk und trotzdem Schutz für Knöchel und Schienbein.

Motocrossstiefel sind steifer, weil sie für hohe Geschwindigkeiten, Sprünge und Landungen gebaut sind. Im Trial fehlt dir damit Gefühl auf der Raste. Viele aktuelle Trialstiefel sind nach EN 13634 zertifiziert, der Norm für Schutzschuhe von Motorradfahrern. Alles Weitere erklärt der Beitrag Trial Stiefel: Warum spezielle Stiefel so wichtig sind.

Praxistipp

Helm, Stiefel und Handschuhe solltest du vor dem Kauf anprobieren, denn die Größen fallen je nach Hersteller unterschiedlich aus. In unserem Laden in Waldkraiburg sind diese Teile zum Anprobieren vorrätig. Bring am besten die Socken mit, in denen du fährst.

Protektoren: Rücken, Brust, Knie und Ellbogen

Protektoren dämpfen den Aufprall auf harte Kanten. Geprüft werden sie nach der Normreihe EN 1621: Teil 1 gilt für Gelenkprotektoren an Knie, Ellbogen, Schulter und Hüfte, Teil 2 für Rückenprotektoren und Teil 3 für Brustprotektoren. In jedem Teil gibt es Level 1 und Level 2, wobei Level 2 für den höheren Schutz steht.

Beim Rückenprotektor wird gemessen, wie viel Kraft nach einem genormten Aufprall noch durch den Protektor dringt. Level 1 erlaubt im Mittel höchstens 18 kN, Level 2 höchstens 9 kN. Für Rücken und Brust gibt es Protektorenwesten, die beides in einem Teil vereinen, oder einzelne Protektoren, die du unter dem Shirt trägst.

Für Knie und Ellbogen gibt es flache Protektoren, die unter Hose und Shirt passen. Manche Trialhosen haben herausnehmbare Knieprotektoren schon eingebaut. Normen, Level und Passform erklärt der Ratgeber Protektoren im Trial für Rücken, Brust und Knie.

Trial Bekleidung: Hose, Shirt und Handschuhe

Bei der Bekleidung stehen Bewegungsfreiheit und geringes Gewicht im Vordergrund. Trialhosen bestehen aus elastischem Material, damit du in der Hocke und im Stehen nicht eingeengt wirst. Verstärkungen an Knie und Innenbein schützen dort, wo du am Motorrad anliegst, und die schmalen Hosenbeine kommen in den Stiefel.

Das Trialshirt sollte leicht und atmungsaktiv sein. Im Trial arbeitest du körperlich hart, aber bei niedrigem Tempo kühlt dich kaum Fahrtwind. Bei den Handschuhen zählt vor allem Gefühl: Eine dünne Innenhand lässt dich Kupplung, Bremse und Gas fein dosieren. Wie du Hose, Shirt und Handschuhe auswählst, liest du im Beitrag Trial Bekleidung: Hose, Shirt und Handschuhe richtig wählen.

Ausrüstung für Trial Anfänger und Kinder

Als Einsteiger musst du nicht alles auf einmal kaufen. Sinnvoll ist diese Reihenfolge:

  1. Helm, Stiefel und Handschuhe: Ohne diese drei Teile solltest du nicht losfahren, auch nicht für eine kurze Proberunde.
  2. Rückenprotektor und Knieprotektoren: Sie schützen Wirbelsäule und Knie, die bei Stürzen auf Fels und Kanten hart getroffen werden können.
  3. Brustprotektor und Ellbogenprotektoren: Sie ergänzen den Schutz, als Protektorenweste oft gleich zusammen mit dem Rückenprotektor.
  4. Trialhose und Trialshirt: Für die ersten Trainings reicht robuste, bequeme Kleidung über den Protektoren. Spezielle Trialbekleidung lohnt sich, sobald du regelmäßig fährst.

Für Kinder gelten dieselben Grundsätze. Helme, Stiefel und Protektoren gibt es in Juniorgrößen, und die Passform ist hier besonders wichtig: Ein zu großer Helm oder zu weite Stiefel geben keinen sicheren Halt. Kauf deshalb passend zur aktuellen Größe und nicht auf Zuwachs.

Egal ob Kind oder Erwachsener: Trainiere nur auf genehmigtem Gelände, zum Beispiel bei einem Verein. Bei Fragen zu Größen und Ausrüstung erreichst du uns Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr telefonisch unter 08638 951407 oder über unsere Kontaktseite.

Häufige Fragen

Was brauche ich als Einsteiger an Trial Ausrüstung?

Für den Start brauchst du einen Helm nach ECE 22.06, Trialstiefel und Handschuhe. Dazu kommen ein Rückenprotektor und Knieprotektoren. Brustprotektor, Ellbogenprotektoren, Trialhose und Trialshirt vervollständigen die Ausrüstung.

Kann ich mit Motocrossausrüstung Trial fahren?

Protektoren und Handschuhe aus dem Motocross kannst du nutzen, solange sie passen und dich nicht einschränken. Ein Crosshelm schützt zusätzlich das Kinn, schränkt aber das Sichtfeld stärker ein als ein offener Trialhelm. Bei den Stiefeln lohnt sich der Wechsel, denn Motocrossstiefel sind steifer und geben dir weniger Gefühl auf der Raste.

Welche Normen sollte meine Schutzausrüstung erfüllen?

Helme werden nach ECE 22.06 geprüft, Motorradstiefel nach EN 13634 und Motorradhandschuhe nach EN 13594. Für Protektoren gilt die Normreihe EN 1621: Teil 1 für Gelenke, Teil 2 für den Rücken und Teil 3 für die Brust.

Brauchen Kinder eine andere Ausrüstung?

Kinder brauchen dieselben Teile wie Erwachsene, nur in Juniorgrößen. Helm, Stiefel und Protektoren sollten genau zur aktuellen Größe passen und nicht auf Zuwachs gekauft werden, damit sie sicher sitzen.

Fazit

Eine vollständige Trial Ausrüstung besteht aus Helm, Trialstiefeln, Handschuhen, Protektoren und elastischer Bekleidung. Fang mit Helm, Stiefeln und Handschuhen an, ergänze dann Rückenprotektor und Knieprotektoren und achte bei allen Teilen auf die passende Norm und eine gute Passform. Trialbekleidung und Schutzausrüstung findest du in unserem Shop in der Kategorie Bekleidung, und in Waldkraiburg kannst du Helme, Stiefel und Handschuhe direkt anprobieren.

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