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Ausrüstung & Bekleidung

Trial Bekleidung: Hose, Shirt und Handschuhe richtig wählen

Aktualisiert am Motorsport Burger, Waldkraiburg

Gute Trial Bekleidung ist leicht, elastisch und robust. Hier erfährst du, worauf es bei Trial Hose, Shirt und Handschuhen ankommt, was die Norm EN 13594 bedeutet und wie alles richtig sitzt.

Gute Trial Bekleidung ist leicht, elastisch und robust. Die Trial Hose lässt dich frei in die Hocke gehen und ist an Knie und Innenbein verstärkt, das Trial Shirt ist atmungsaktiv, und die Handschuhe haben eine dünne Innenhand für viel Gefühl an Kupplung, Bremse und Gas. Den Aufprallschutz übernehmen Helm, Stiefel und Protektoren, die Bekleidung ergänzt sie.

Im Trial fährst du langsam, stehst fast immer auf den Rasten und arbeitest körperlich hart. Daraus ergeben sich eigene Anforderungen an deine Trial Bekleidung. Hier erfährst du, worauf du bei Hose, Shirt und Handschuhen achten solltest und wie alles richtig sitzt.

Was Trial Bekleidung ausmacht

Auf dem Trialmotorrad bist du ständig in Bewegung: Du stehst auf den Rasten, gehst in die Knie, verlagerst das Gewicht nach vorn und hinten und steigst in schwierigen Passagen auch mal ab. Die Kleidung muss diese Bewegungen mitmachen, ohne zu spannen oder zu flattern. Weil dich bei niedrigem Tempo kaum Fahrtwind kühlt, ist gute Belüftung genauso wichtig.

Dazu kommt Abrieb: Mit Knien und Innenbeinen führst du das Motorrad, an diesen Stellen reibt die Hose ständig an der Maschine. Die Tabelle fasst zusammen, worauf es bei den einzelnen Teilen ankommt.

Kleidungsstück Worauf achten Warum
Trial Hose Elastisches Material, Verstärkungen an Knie und Innenbein, schmale Beine Bewegungsfreiheit, Schutz vor Abrieb am Motorrad, passt in den Stiefel
Trial Shirt Leichtes, atmungsaktives Funktionsmaterial, Platz für Protektoren Angenehmes Klima am Körper, Protektoren passen darunter
Handschuhe Dünne, griffige Innenhand, guter Sitz am Handgelenk Feines Dosieren von Kupplung, Bremse und Gas

Die Trial Hose: Stretch, Verstärkungen und Knieschutz

Eine Trial Hose besteht meist aus elastischem Material. Hebo verwendet für seine Trialhose Tech zum Beispiel ein in zwei Richtungen dehnbares Nylongewebe. MOTS beschreibt seine STEP8 als Hose aus elastischem Material, deren Schnitt auf die stehende Fahrposition ausgelegt ist und in der Hocke nicht einschnürt.

Darauf solltest du beim Kauf achten:

  • Verstärkungen: An Knie und Innenbein liegt die Hose am Motorrad an. Robuste Einsätze an diesen Stellen halten länger.
  • Knieschutz: Manche Trialhosen haben herausnehmbare Knieprotektoren, die Hebo Tech etwa einen Protektor nach Level 2. Alternativ trägst du separate Knieprotektoren darunter.
  • Schmale Beine: Die Hosenbeine kommen in den Stiefel. Ein schmaler Abschluss sorgt dafür, dass im Stiefel nichts aufträgt.
  • Belüftung: Perforierte Zonen und Netzeinsätze sorgen für Luftaustausch.
  • Bund: Ein gut verstellbarer Verschluss, etwa ein Mikrometerverschluss, hält die Hose an ihrem Platz.
  • Komfort beim Sitzen: Ein elastischer Einsatz im Lendenbereich, wie ihn Hebo bei der Tech verwendet, verbessert den Komfort, wenn du dich auf das Motorrad setzt.
  • Nähte: Mehrfach genähte Nähte an stark belasteten Stellen halten länger.

Probier die Hose mit den Knieprotektoren an, die du tragen willst. Sitzen die Protektoren unter der Hose, braucht das Hosenbein am Knie genug Weite, damit nichts drückt oder verrutscht.

Das Trial Shirt: leicht und atmungsaktiv

Beim Trial Shirt zählt vor allem das Klima am Körper. Funktionsmaterial aus Polyester ist leicht und atmungsaktiv. Hebo nennt für sein Trialshirt Tech zum Beispiel mikroperforierte Zonen an der Innenseite der Ärmel und am Rücken, ein Gewicht von 180 g und einen Sonnenschutz nach UPF 50+.

Achte auf einen Schnitt, der genug Platz für Protektoren lässt, aber nicht flattert. Trägst du Protektoren unter dem Shirt, probier es am besten gleich mit ihnen an. Bei kühlem Wetter ziehst du ein Funktionsunterhemd darunter oder eine leichte Jacke darüber, die du in der Pause oder bei steigenden Temperaturen schnell ausziehen kannst.

Trial Handschuhe: Gefühl und Schutz

Im Trial dosierst du Kupplung, Bremse und Gas sehr fein. Trial Handschuhe haben deshalb meist eine dünne Innenhand ohne dicke Polster. Hebo setzt bei seinen Trialhandschuhen Tech zum Beispiel auf eine einteilige Innenhand aus Mikrofaser, rutschfeste Prints an Zeigefinger und Mittelfinger und einen vorgeformten Schnitt. Dazu kommen ein selbstschließendes Bündchen und Mikrofaser am Daumenrücken zum Abwischen von Schweiß.

Für Motorradhandschuhe gibt es die Norm EN 13594 mit zwei Stufen:

  • Level 1: Grundschutz mit möglichst wenig Einschränkung. Die Stulpe muss mindestens 5 mm über die Handgelenkslinie reichen, der Verschluss am Handgelenk muss im Abziehtest 25 N halten. Ein geprüfter Schutz der Fingerknöchel ist optional.
  • Level 2: Höherer Schutz mit mindestens 50 mm Stulpe und einem Verschluss, der 50 N hält. Ein geprüfter Schutz der Fingerknöchel ist Pflicht. Das kann etwas Gewicht und Bewegungsfreiheit kosten.
  • KP: Das Kürzel zeigt, dass der Schutz der Fingerknöchel geprüft wurde.

Viele dünne Trialhandschuhe sind ganz auf Gefühl ausgelegt. Ob ein Modell nach EN 13594 zertifiziert ist, erkennst du am Etikett mit Motorradsymbol und Level oder an der Konformitätserklärung des Herstellers. In unserem Laden in Waldkraiburg sind Handschuhe zum Anprobieren vorrätig.

Größe, Wetter und Pflege

  • Anprobe in Fahrposition: Geh mit Hose und Shirt in die Hocke und streck die Arme nach vorn wie am Lenker. Nichts darf spannen oder hochrutschen.
  • Handschuhe eng, aber nicht zu eng: Die Fingerspitzen erreichen das Ende des Handschuhs, ohne anzustoßen. Falten in der Innenhand stören beim Greifen.
  • Zwiebelprinzip bei Kälte: Mehrere dünne Schichten statt einer dicken Jacke. So kannst du in der Pause etwas ausziehen, wenn dir warm wird.
  • Regen: Für nasse Tage gibt es Regenhosen und wasserdichte Socken, für kalte Hände Wintermodelle und Neoprenhandschuhe. Ein zweites Paar Handschuhe zum Wechseln ist bei Nässe praktisch.
  • Socken: Lange Funktionssocken reichen bis unter das Knie und verhindern, dass der Stiefelschaft auf der Haut scheuert.
  • Waschen: Wasch nach dem Pflegeetikett und schließ vorher alle Klettverschlüsse, damit nichts hängen bleibt.

Für Kinder gibt es Trialhosen, Shirts und Handschuhe in Juniorgrößen. Weil Kinder schnell wachsen, ist die Versuchung groß, eine Nummer größer zu kaufen. Bei Handschuhen und Hose solltest du darauf verzichten: Zu große Handschuhe verrutschen am Griff, und zu lange Hosenbeine stauen sich im Stiefel. Mehr zum Einstieg für den Nachwuchs liest du im Beitrag Trial für Kinder und Jugendliche.

Bekleidung ersetzt keine Schutzausrüstung. Welche Protektoren du im Trial unter Hose und Shirt trägst und warum spezielle Trial Stiefel so wichtig sind, liest du in unseren weiteren Ratgebern.

Häufige Fragen

Warum steckt die Trial Hose im Stiefel?

Trialhosen sind unten schmal geschnitten und kommen in den Stiefel. So bleibt nichts an Rasten oder Hebeln hängen, und der Stiefel schließt sauber über dem Hosenbein.

Brauchen Trial Handschuhe eine Norm?

Für Motorradhandschuhe gibt es die Norm EN 13594 mit Level 1 und Level 2. Viele Trial Handschuhe sind sehr dünn und auf Gefühl ausgelegt. Ob ein Modell zertifiziert ist, steht auf dem Etikett oder in der Konformitätserklärung.

Kann ich statt eines Trial Shirts ein normales Funktionsshirt tragen?

Für den Anfang ja, wenn es atmungsaktiv ist und Platz für Protektoren lässt. Ein Trial Shirt ist auf die Bewegungen auf dem Motorrad abgestimmt und robust verarbeitet.

Was ziehe ich bei Kälte und Regen an?

Bei Kälte hilft das Zwiebelprinzip mit Funktionsunterwäsche und einer leichten Jacke. Für Regen gibt es Regenhosen und wasserdichte Socken, für die Hände Wintermodelle oder Neoprenhandschuhe.

Wie sollte eine Trial Hose sitzen?

Eng genug, dass nichts flattert, aber so elastisch, dass du ohne Spannung in die Hocke gehen kannst. Die Beine sind unten schmal und kommen in den Stiefel. Trägst du Knieprotektoren darunter, probier die Hose gleich mit ihnen an.

Fazit

Die richtige Trial Bekleidung lässt dich frei bewegen, sorgt für ein angenehmes Klima am Körper und gibt dir Gefühl an Hebeln und Gas. Achte bei der Hose auf Stretch, Verstärkungen und Knieschutz, beim Shirt auf Atmungsaktivität und bei den Handschuhen auf eine dünne, griffige Innenhand. Den Überblick über alle Teile gibt dir der Beitrag Trial Ausrüstung: Die komplette Schutzausrüstung. Passende Trialhosen, Shirts und Handschuhe findest du in unserem Shop.

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